Forschung

Postkarte 1850

Fussgängerin mit Tragkorb am Horgenberg ZH, Anfang 20. Jahrhundert

 

 

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Geschichte des Langsamverkehrs

In zwei vom Förderverein ViaStoria finanzierten Pilotstudien werden die Bewegungsarten und Mobilitätsformen des so genannten Langsamverkehrs ins Zentrum gerückt.

Vor allem die Fussgängerinnen und die Fussgänger haben die gebührende Beachtung bis anhin noch nicht gefunden. Dabei hat der Mikrozensus das Jahres 2005 ergeben, dass der Langsamverkehr im Durchschnitt noch immer die Hälfte aller Verkehrsetappen und noch immer 44 % der Unterwegszeit – wenn auch heute nur noch 8 % der zurückgelegten Distanz – ausmacht. Diese Verhältnisse waren vor Jahrzehnten und Jahrhunderten natürlich noch ausgeprägter. Der Arbeitsweg wurde in der Zwischenkriegszeit noch mehrheitlich zu Fuss zurückgelegt. Das gilt auch für die Freizeitmobilität. Und vor dem Aufkommen der Eisenbahnen fehlte dem Begriff Langsamverkehr jede Trennschärfe: Vor der Mitte des 19. Jahrhunderts war aller Verkehr Langsamverkehr.

Die Pilotstudien bilden den Ausgangspunkt eines grösseren Projektes im Rahmen der Verkehrsgeschichte Schweiz und bieten eine Grundlage für die entsprechenden Gesuchseingaben beim Schweizerischen Nationalfonds und bei den einschlägigen Institutionen und Unternehmen des Verkehrs. Während sich die erste Studie mit den materiellen Bedingungen des vormodernen Landverkehrs befasst, fasst die zweite Studie jenes Nebeneinander von Eisenbahn-, Automobil-, Luft- und Langsamverkehr ins Auge, das seit Mitte des 19. Jahrhunderts charakteristisch für unser Verkehrssystem wurde.


Daten und Zeiträume
2008 Pilotstudie über den vormodernen Verkehr
2009 Pilotstudie über den Langsamverkehr seit der Mitte des 19. Jahrhunderts
2009– Projekteingaben und Fundraising


Ihre Ansprechpartner:

Dr. Hans-Ulrich Schiedt, Leiter Abteilung Forschung

Tel. +41 (0)44 240 34 05, hans-ulrich.schiedt@viastoria.ch

Anna Amacher Hoppler, Abteilung Forschung

Tel. +41 (0)31 300 70 65, anna.amacher@viastoria.ch