Forschung

Asphaltierung Utoquai

Asphaltierung des Utoquai in Zürich  (Schweizerische Zeitschrift für Strassenbau, 1915)

 

 

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Die Entwicklung der Raumüberwindung und Raumnutzung in der Schweiz

In diesem Forschungsprojekt werden die Zusammenhänge zwischen Raumüberwindung und Raumnutzung, zwischen den langfristigen Entwicklungen der eng miteinander verbundenen Systeme Verkehr und Raum und jener der Erreichbarkeit erforscht. Der Titel des Projektes lautet «Entwicklung des Transitverkehrs-Systems und dessen Auswirkungen auf die Raumnutzung in der Schweiz».

Die Veränderung der Erreichbarkeit von Regionen stellt zur Erfassung und Analyse der räumlichen Auswirkungen von Ausbaumassnahmen (Infrastruktur, Transportdienstleistungen) in den Verkehrssystemen eine zentrale Schlüsselgrösse dar. Das Projekt soll methodische und quantitative Grundlagen für die Betrachtung eines langen Zeitraums entwickeln. Ziel ist es schliesslich, damit die Grundlagen für aussagekräftige Ex-post- und Ex-ante-Wirkungsanalysen zu klären und zu erweitern.


270 Jahre Verkehrsentwicklung im Modell

Die Grundidee des Forschungsprojekts besteht in der Kombination zweier Forschungsansätze: Erstens basiert sie auf einer Analyse der Entwicklung des Transitverkehrs-Systems (Infrastruktur, Transportdienstleistungen) und der überregionalen Raumstruktur in der Schweiz seit Beginn der ersten Phase des Kunststrassenbaus, das heisst seit den Anfängen der staatlichen Verkehrsinfrastruktur um 1750 bis zum Abschluss der heute bereits beschlossenen Ausbauten ca. 2020. Und zweitens beinhaltet sie die Modellierung, das heisst die idealisierte Nachbildung des tatsächlichen Verkehrsverhaltens als logische Netze auf den physischen Netzen.

Solche Analysen sind für eine nachhaltige Verkehrs- und Raumordnungspolitik sowie für die zweckmässige Verteilung beschränkter privater und öffentlicher Mittel für Bauten und Anlagen und die Abschätzung der langfristigen raumstrukturellen Wirksamkeit des Ausbaus der Verkehrssysteme (Personen, Güter, Nachrichten) eine wichtige Basis. Mit dem Projekt soll aber auch ein substanzieller Beitrag zur Verkehrsgeschichte der Schweiz geleistet werden.

Die Projektleitung liegt beim Institut für Verkehrsplanung, Transporttechnik, Strassen- & Eisenbahnbau (IVT) der ETH Zürich unter Prof. Kay. W. Axhausen und Peter Keller. Das Projekt selbst wird als interdisziplinäre Forschungsinitiative in Zusammenarbeit mit dem historischen Institut der Universität Neuenburg, namentlich Prof. Laurent Tissot, und mit der Forschungsstelle von ViaStoria durchgeführt. Das vom Schweizerischen Nationalfonds und vom Bundesamt für Bildung und Wissenschaft finanzierte Projekt ist Teil des europäischen Forschungsprogramms COST 340 zum Thema «Towards a European Intermodal Transport Network: Lessons from History» (www.cordis.lu/cost-transport/src/cost-340.htm). Das Projekt ist im Jahr 2004 abgeschlossen worden.


Ihr Ansprechpartner:

Dr. Hans-Ulrich Schiedt, ViaStoria-Forschungsstelle

Tel. +41 (0)44 240 34 05, hans-ulrich.schiedt@viastoria.ch